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Die Versetzungs-Debatte - Zwischen unbefriedigend und ungenügend

SCHULE & LERNEN / Dr. RIA NOLTE - Würde die aktuelle Schul-Situation benotet werden, würde sicher nur ein "ungenügend" dabei herauskommen. Momentan heißt es wieder: Lernen auf Distanz, aber bundesweit hapert es an vielen Schulen noch gewaltig mit dem digitalen Unterricht. Dass nach einem Jahr Corona-Pandemie inklusive Schul-Schließungen alle Kinder einer Klasse auf dem selben Bildungs-Level stehen, scheint auf für Lehrkräfte undenkbar. Die Gewerkschaft für Erziehung fordert, dass jedes Schulkind ins nächste Jahr versetzt wird. Die Bildungsministerin Anja Karliczek  lehnt das allerdings ab. Was wäre die beste Lösung für die Kinder und wie wird sich diese Ausnahme-Lage in den kommenden Jahren auswirken auf unser Bildungssystem? Ich spreche darüber mit unserer Expertin für Schule, Lernen und Kindererziehung, Dr. Ria Nolte. Sie ist seit über 30 Jahren Gymnasiallehrerin, Coach und Mutmacherin.

 
 
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Frau Nolte, es haben sich zwei Lager gebildet: die Gewerkschaft für Erziehung möchte, dass kein Kind sitzen bleibt, die Bildungsministerin lehnt das ab - welchen Standpunkt können Sie als Lehrerin besser nachvollziehen?
Halten Sie es für realistisch, dass anhand des Distanzunterrichts eine genaue Beurteilung des Lerntands ermittelt werden kann?
Homeschooling plus Versetzungs-Bammel - ist das eine Zumutung für die Schulkinder oder eben eine aktuelle Herausforderung, mit der wir alle zu kämpfen haben?
Haben Sie eine Vorahnung, wie sich diese schwierige Situation an den Schulen in einigen Jahren auf unser Bildungssystem auswirken könnte?
Momentan werden in vielen Schulen keine Klassenarbeiten mehr geschrieben - wenn jetzt festgestellt wird, das Lernen funktioniert auch so, ist es da denkbar Klausuren komplett abschaffen?
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